Im Oktober 2006 wurde auf einer Hoffläche, die im Besitz der „Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein" ist, ein vier Meter hoher Eichenstamm als Friedenspfahl eingeweiht. Unter Beteiligung der Gemeinde Ascheffel, des Sydslesvigsk Forening (SSF) Ascheffel, der Stiftung Naturschutz, dem Forum Sozial e.V. Kiel, den Hofbewohnern, Eltern und Mitarbeitern von Hof Saelde sowie zahlreichen Gästen wurden Schilder mit der Bedeutung „Möge Friede auf Erden sein" in plattdeutscher, dänischer, hochdeutscher, schwedischer und englischer Sprache überreicht.
In mehr als 160 Ländern der Welt wurden bereits über 200.000 Friedenspfähle aufgestellt. Man findet sie in Tempeln, Kirchen, Klöstern, Stadtzentren, Universitäten, Schulen, Gärten auch schon in Eckernförde und Umgebung Sie fungieren als stummes Friedensgebet und ermahnen uns, stets an den Frieden zu glauben. Diese Initiative wird von der World Peace Prayer Society (www.worldpeace.de) koordiniert.
Besondere Erwähnung fand der Namensgeber Kaspar Hauser, der durch seinen Schicksalsweg als leuchtendes Beispiel für den Friedenswillen unter den Menschen gelten kann. Kaspar Hauser gilt als der Schutzpatron aller Hilfebedürftigen und Friedliebenden. Als badischer Fürstensohn 1812 geboren, verschleppt und bis zum sechzehnten Lebensjahr eingekerkert, tauchte er 1828 in Nürnberg auf. In seinem kurzen Leben musste er viel Leid erfahren und konnte seine eigentliche Bestimmung als Gegenspieler Napoleons nicht erfüllen. Missverstanden, verhöhnt und verbildet wurde er 1833 Opfer eines Mordanschlages.
Zu seiner Erinnerung wird alljährlich seines Todestages am 17. Dezember 1833 mit einem kleinen Vers gedacht:
"Kam ich zu früh, kam ich zu spät
in diese Welt, was soll ich hier?
Ach Gott, ihr lieben Leute ihr,
sprecht für den Kaspar ein Gebet".
(nach Paul Verlain durch Richard Dehmel)
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